Nicht-chirurgische Behandlungen
(Konservative Therapien)
Was sind konservative Therapien bzw. nicht-chirurgische Behandlungen?
Medikamentöse Behandlungen erfolgen unter anderem durch Augentropfen, Augengele, Augensalben oder Injektionen. In bestimmten Fällen kommen auch Medikamente in Tablettenform zum Einsatz, beispielsweise im Rahmen einer Kortisontherapie. Die häufigste Form der Behandlung stellen Augentropfen oder -gele dar, die von den Patientinnen und Patienten in der Regel selbst angewendet werden.
Fehlsichtigkeit
Nicht korrigierte Fehlsichtigkeit beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen unterschiedlich stark, abhängig von den jeweiligen Anforderungen im täglichen Leben und im Beruf. Sie können unter anderem zu Kopfschmerzen und Müdigkeit der Augen führen. Ein Besuch beim Augenarzt schafft hier für Klarheit. Wurde bereits eine Fehlsichtigkeit festgestellt und der Brechungsfehler korrigiert, werden die Werte bei regelmäßigen Kontrollen durch den behandelnden Augenarzt überprüft.
Formen der Fehlsichtigkeit
Bei der Kurzsichtigkeit, medizinisch Myopie genannt, ist der Augapfel entweder zu lang oder die Brechkraft der Hornhaut zu stark, so dass die Lichtstrahlen vor der Stelle des schärfsten Sehens, also vor der Netzhaut, gebündelt werden. Auch dadurch entsteht ein unscharfes Sehen. Die Myopie kann im Gegensatz zur Hyperopie nicht durch die Brechkraft der eigenen Linse ausgeglichen werden. Myope Personen können ohne Korrektur besser in der Nähe als in der Ferne sehen, deshalb spricht man von Kurzsichtigkeit.
Die Myopie bedingte Verflüssigung und Abhebung des Glaskörpers von der Netzhaut, welche auch unabhängig von einer Myopie mit zunehmendem Lebensalter auftreten kann, führt bei jeder Blickbewegung infolge von Schleuderbewegungen des Glaskörpers zu Traktionen an der Netzhaut. Diese Zugkräfte können an prädisponierten Netzhautstellen (Degenerationen) zu Netzhautlöchern führen. In Folge kann es dann zu einem Eindringen des verflüssigten Glaskörpers durch das Loch hinter die Netzhaut kommen und zu einer Netzhautablösung (Amotio) führen.
Bei der Weitsichtigkeit (medizinisch Hyperopie) ist der Augapfel entweder zu kurz gebaut oder die Brechkraft der Hornhaut zu schwach, so dass die Lichtstrahlen hinter der Stelle des schärfsten Sehens, also hinter der Netzhaut, gebündelt werden. Auch dadurch entsteht ein unscharfes Sehen. Die Hyperopie kann im Gegensatz zur Myopie bis zu einem gewissen Alter durch die Verstärkung der Brechkraft der eigenen Linse ausgeglichen werden, diese Verstärkung der Brechkraft bezeichnet man als Akkommodation. Da solche Personen im jugendlichen Alter in der Ferne besser sehen können als in der Nähe, ist der Begriff Weitsichtigkeit entstanden.
Der Weitsichtige muss für das Weitsehen mehr akkommodieren als andere und benötigt durch diese erhöhte Anstrengung früher eine Lesebrille als der Normalsichtige.
Astigmatismus ist meistens angeboren und ändert sich während des Lebens nur wenig.
Die normale Hornhaut hat in allen Radien eine gleiche Krümmung. Beim Astigmatismus ist die Hornhaut in senkrecht zueinander liegenden Radien unterschiedlich gekrümmt. Aus diesem Grund spricht man bei einer Hornhautverkrümmung auch von Stabsichtigkeit. Häufig ist der Astigmatismus mit anderen Brechungsfehlern des Auges kombiniert (Kurz- und Stabsichtigkeit oder Weit- und Stabsichtigkeit).
Der Astigmatismus kann mit Brille, Kontaktlinsen und durch operative Verfahren korrigiert werden.
Die Akkommodationsfähigkeit ist die Möglichkeit einer Verstärkung der Brechkraft der eigenen Linse. Diese Fähigkeit nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab. Der Normalsichtige benötigt dann eine Brille zum Lesen. Der Kurzsichtige braucht für die Sicht in die Ferne immer eine Brille, auch im Alter, jedoch benötigt er eventuell keine zum Lesen.
Die Brille zur Korrektur von Fehlsichtigkeit
Zur Korrektur der Kurzsichtigkeit verwendet man „Minusgläser“ (Konkavgläser, Streuungslinsen). Minusgläser schwächen die Brechkraft des optischen Systems ab. Die Lichtstrahlen vereinigen sich dann nicht länger vor der Netzhaut, sondern erst auf der Netzhaut zu einem scharfen Bild. Als unangenehme Nebenerscheinung verursachen Minusgläser eine Bildverkleinerung und Verzerrungen im Randbereich.
Die Korrektur der Weitsichtigkeit erfolgt mit „Plusgläsern“ (Konvexgläser, Sammellinsen). Diese Gläser verstärken die Brechkraft des optischen Systems. Das Licht vereinigt sich nicht länger hinter der Netzhaut, sondern auf der Netzhaut zu einem scharfen Bild.
Je stärker die Fehlsichtigkeit ist, umso dicker und schwerer werden die Gläser und damit die Brillen. Das Gesichtsfeld wird eingeschränkt. Viele Patienten leiden unter ihrer Brille, entwickeln schmerzhafte Druckstellen auf Nasenrücken und im Ohrbereich und fühlen sich durch ihre Brille entstellt. Brillen mit Kunststoffgläsern sind zwar leichter, aber die Gläser sind noch dicker, teurer und zerkratzen leichter.
Fehlsichtige „verbrauchen“ im Laufe ihres Lebens ca. 25 Brillen. Da die Krankenversicherungen inzwischen die Kosten für Brillengläser und Brillenfassungen meist nicht mehr übernehmen, stellen Brillen einen erheblichen Kostenfaktor dar.
Kontaktlinsen
Ihre Augen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir ermitteln alle notwendigen Werte, wählen gemeinsam mit Ihnen den optimalen Kontaktlinsen-Typ aus und zeigen Ihnen die einfache und bequeme Handhabung.
Wir bieten Ihnen neben Kontaktlinsen und Pflegemitteln einen ganz persönlichen Service – von der individuellen Beratung über die genaue Anpassung bis hin zur regelmäßigen Nachbetreuung.
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Wir sind mit den modernsten Messgeräten ausgerüstet, arbeiten mit den besten Kontaktlinsenherstellern zusammen und bilden uns mehrmals im Jahr fort um unseren Patienten das Optimum an gutem und gesundem Sehen zu ermöglichen.
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Weiche, flexible Kontaktlinsen passen sich der Form der Hornhaut an. Das Resultat ist eine sehr gute Spontanverträglichkeit, sowie ein angenehmes Tragegefühl. Durch die große und gleichmäßige Auflage haben weiche Kontaktlinsen einen stabilen Sitz, die Linsen können kaum verrutschen.
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Die Messung mit unserer Scheimpflugkamera liefert optimale Messergebnisse Ihres vorderen Augenabschnittes, wie z. B. der Hornhaut. Die Hornhaut-Endothelzellmessung gibt Aufschluss über die Dichte der Zellen, die für die Hornhauttransparenz zuständig sind. Diese Messung wird langjährigen Linsenträgern besonders empfohlen.
Hinweise zur Anwendung von Augentropfen und Augengel
Weitere Sehprobleme: Strabismus (Schielen)
Durch Schielen entstehen störende Doppelbilder. Das kindliche Gehirn kann sich – im Gegensatz zu dem der Erwachsenen – dagegen wehren, indem es das vom schielenden Auge übermittelte Bild unterdrückt. Hier sieht es nur mit dem rechten Auge. Das nicht benutzte linke Auge wird schwachsichtig und das Kind kann kein räumliches Sehen entwickeln, wenn die augenärztliche Behandlung nicht frühzeitig erfolgt.
